Regelwerk

Der Text ist bewusst so gehalten, dass er nicht zu sehr ins Detail geht. Vielleicht überarbeite ich ihn später noch einmal, und gehe mehr ins Detail. Wichtig ist hierbei weniger tatsächliche Regeln aufzustellen, als vielmehr das Gefühl für den Umgang der Menschen untereinander auf dem Château zu vermitteln.

 

Was haltet ihr davon?

Château Noir – Regelwerk für das Gesinde

Allgemeines Regelwerk für das Gesinde

Vorwort

„Erweise deiner Herrschaft Gehorsam, Ehrerbietung und Liebe,
wie ein Kind seinen Eltern erweiset: denn sie sorgt für Dich,
wie Eltern für ihre Kinder sorgen.
Sei bescheiden und höflich gegen sie,
Mache deiner Herrschaft Freude,
Gehorche ihr auf den Punkt,
Sei ehrlich und treu im Kleinen, wie im Großen!
Behüte deine Herrschaft vor Schaden und Verdruss,
Die Fehler der Herrschaft trage mit Geduld und tue deine
Pflicht darum nicht weniger.
Sei zufrieden mit Deinem Lohne und murre nicht,
Iss und trink nicht übermäßig,
Hoffart und Üppigkeit steht einem Dienstboten, wie der Sau ein golden Halsband, oder dem Esel kostbares Reitzeug.“

Einleitung
Im allgemeinen besteht das Gesinde aus Personen derer sich mit Großherzigkeit angenommen wurde, um sie aus ihrem letzten Leben, dass diese Menschen oft in Armut und seelischer Not verbrachten zu befreien. Erzieherische Probleme sind hierbei vorprogrammiert, sodass ein erzieherisches Wirken, seitens der Herrschaften absolut von Nöten ist, um dem Gesinde die Sitten und Gepflogenheiten der gehobenen Gesellschaft näher zu bringen. Ihre Dankbarkeit erweisen sie täglich durch die gewissenhafte Erledigung der ihnen übertragenen Aufgaben, welche sie, wie Eingangs erwähnt ohne murren zu erfüllen haben.

Eigentum und Besitz
Generell verfügt dass Gesinde über keinerlei Besitztümer, alle Gegenstände, bis auf mitgebrachte persönliche Dinge, die als einziges als Eigentum betrachtet werden, gehören der Herrschaft. Auch Geschenke an das Gesinde, verbleiben im Eigentum der Herrschaft, das Gesinde wird lediglich für die Zeit des Gesindedienstes in dessen Besitz übergehen. Eigentum des Gesindes kann jederzeit als Strafmaßnahme entzogen werden, dies soll aber nur bei besonders widerspenstigen Geschöpfen als letzter Weg der Erziehung, durch geführt werden.
Das Gesinde selbst zählt Eigentum der Herrschaft, wie die Tiere im Stall oder das Mobiliar im Haus.

Kleidung
Dem Gesinde sind nur bestimmte Stoffe und Farben gestattet. Welche Farben, legt die Herrschaft fest, die Stoffe sollten nicht glänzend oder bestickt sein, ferner nicht mit Perlen oder wertvollen Steinen geschmückt. Es soll so verhindert werden dass das Gesinde seinen Stand vergisst, oder gar das Eigentum der Herrschaft versilbert um mit dem Geld ausschweifende Dinge zu bezahlen.
Frauen
Frauen tragen generell eine Haube, eine lange Unterhose, ein Unterhemd, darüber ein Unterkleid, darüber das Oberkleid und zum Schluss die Schürze.
Je nach Stand innerhalb des Gesindes ist es üblich das die Weibsen optisch ansprechendere Kleidung tragen, je nach Gesinnung der Herrschaft. Diese hat aber immer alle Körperteile bis auf Hände, Hals und Gesicht zu bedecken. Offenes Haar zu tragen ist dem Gesinde generell untersagt.
Männer
Die Männer haben ihrer Arbeit entsprechend ebenso ihr Haupt zu bedecken, und Kleidung zu tragen, welche die Beine verhüllt und ihre Männlichkeit nicht über maßen zur Schau stellt.
Auch für sie gelten die Regeln über Stoffe, Farben und dergleichen.

Dem Gesinde ist es nicht gestattet schmückendes Geschmeide oder zum dekorativen Gebrauch gefertigter Tand zu tragen.

Kammerzofen/Kammerdiener

Kammerdiener haben generell nicht die gleiche Herkunft wie das allgemeine Gesinde. Es sind Töchter und Söhne aus besseren Häusern die hier eher durch die Herrschaft Begleitung erfahren im Umgang mit den für sie später üblichen Sitten und Gepflogenheiten. Für sie gelten besondere Regeln die sie mit der Herrschaft direkt aushandeln.

Verhaltensregeln
Sie sollen dem Gesinde einfacher ermöglichen, sich in der doch etwas unübersichtlichen Welt der Herrschaften zurecht zu finden. Auch die Herrschaft soll auf diese Art und Weise einen einfacheren Umgang mit dem Personal haben, denn gewisse Dinge müssen nicht mehr erklärt werden.

Einzig der Herrschaft obliegt es Regeln zu ergänzen, vom Streichen der Regeln wird abgeraten, da die hier zusammen getragenen Werke auf Erfahrungen beruhen, die Herrschaften und Diensbotenleiter lange Jahre gemacht haben in der Ausbildung tauglichen Gesindes.

Hygiene
Haare sind generell kurz zu schneiden und der ganze Körper ist zu enthaaren.
Am Morgen hat das Gesinde vor dem Gesindehaus im Waschbereich zu waschen. Dabei den ganzen Körper in die Waschwanne eintauchen, einseifen und abwaschen.

Liebe
Die Herrschaft muss ihr Gesinde lieben, ohne diese Liebe wäre es kaum möglich so viel Gutherzigkeit dem Gesinde zukommen zu lassen.
Körperliche Liebe ist dem Gesinde generell untersagt, außer mit ausdrücklicher Erlaubnis der Herrschaft, welche dann auch für Kinder aufkommen muss. Zum Schutz des Gesindes haben sowohl Männer als auch Frauen Keuschheitsgürtel allezeit zu tragen um sie auch davor zu bewahren mit sich selbst Unzucht zu treiben, oder gar untereinander Nachkommen zu zeugen.
Liebschaften zwischen Gesinde und Herrschaft führen in der Regel zu allerlei Komplikationen. Deshalb werden diese generell nicht geduldet. Sollte es dennoch dazu kommen, werden unter Umständen die Ältesten tagen. Dies soll den Missbrauch in beide Richtungen verhindern.

Verhalten dem Gesinde gegenüber
Das Gesinde ist genauso zu behandeln wie das Vieh im Stall oder den Tisch in der Stube. Sie dienen ihrer Herrschaft um zu überleben, ohne die Herrschaften wäre ihr Leben schneller zu Ende, da sie von Krankheiten und ähnlichem heimgesucht würden.
Dennoch ist eine strenge erziehende Hand von Nöten die Fehlverhalten zu strafen weiß, aber auch Güte und Achtsamkeit weiter gibt. Denn auch das Gesinde muss gepflegt werden wie das Holz des Tisches oder der Stall der Milchkuh. Keine verängstigte Zofe wird gute Arbeit leisten, kein vergrämter Knecht loyal seinen Dienst tun.

Verhalten der Herrschaft gegenüber
Der Blick bleibt auf dem Boden, die Hände generell auf den Rücken, auch zum Gruße ist es nicht gestattet auf zu blicken. Generell wird nur nach Aufforderung gesprochen. Geplauder des Gesindes ist während die Herrschaft anwesend ist oder den Raum betritt zu unterlassen.

Weitere Regelungen erzieherischer Art werden von der Herrschaft dem Vergehen entsprechend geahndet.

Erziehung
Die Erziehung und die gesamte Ausbildung des Gesindes obliegt der Herrschaft, ihrem Willen und ihrer vorausschauenden Weisheit. Den nur sie haben die notwendige Ausbildung genossen um zu formen und zu fordern, gleichzeitig aber nicht zu überfordern oder zu verformen.
Es obliegt der Fürsorgepflicht der Herrschaft dem Gesinde gegenüber für ausreichend Nahrung, Kleidung, Unterbringung, Bildung und Arbeit zu sorgen. Hierbei ist auf einen pfleglichen Umgang mit Geist, Seele und Körper zu achten.

Sanktionen
Strafen dem Gesinde gegenüber, werden immer mit dem Ältestenrat abgesprochen um Missbrauch und Willkür zu vermeiden.

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